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CD Penta Jive - Vorbestellung
VÖ ist der 30.10.2026
ab diesem Termin werden die CDs verschickt
Chris Kramer & Paddy Boy Zimmermann – PENTA JIVE
Nachdem die beiden Vollblutmusiker Chris Kramer und Paddy Boy Zimmermann auf dem Vorgängeralbum Tales of Tampa noch das Werk und die Songs des legendären Tampa Red ins rechte Licht gerückt haben, geht es auf „Penta Jive“ ausschließlich um eigene Kompositionen.
Und das Album hat noch eine Besonderheit: Sämtliche Songs wurden mit der neuen Penta Harp eingespielt. Mehr noch – die Stücke wurden eigens dafür geschrieben und arrangiert, die besonderen klanglichen und spielerischen Möglichkeiten dieses innovativen Instruments zur Geltung zu bringen.
Los geht es mit dem Instrumental „Penta Jive“. Ein klassischer Jump-&-Jive-Song, der mit ordentlich Tempo und guter Laune das Album eröffnet und sofort Lust auf mehr macht.
„Come On And Dance Everybody“ steht dagegen unüberhörbar unter dem Einfluss von Quentin Tarantinos From Dusk Till Dawn . Vor dem inneren Auge landet man unweigerlich in einer mexikanischen Kneipe mit Livemusik, Tequila und jeder Menge zwielichtiger Gestalten.
Mit „I Love My Gumbo“ geht es anschließend auf einen Ausflug in den Psychedelic Rock. Jimi Hendrix lässt grüßen, ohne dass Kramer und Zimmermann dabei ihre eigenen musikalischen Wurzeln aus den Augen verlieren.
Ganz anders „It Won’t Be Back Again“: Hier kommt der angenehme Bariton von Sänger Chris Kramer besonders schön zur Geltung. Ein atmosphärischer Moll-Blues, der nicht zuletzt dank seiner starken Melodieführung so richtig unter die Haut geht.
Überhaupt fällt auf, dass Chris Kramer, siebenmaliger Gewinner des German Blues Awards in der Kategorie „Beste Blues-Harp“, sein Können auf diesem Album nie vordergründig zur Schau stellt. Keine technische Leistungsschau, kein Protzen – die Mundharmonika bleibt stets songdienlich. Gerade dadurch kommen die klanglichen Möglichkeiten der Penta Harp besonders gut zur Geltung.
Paddy Boy Zimmermann wiederum schafft es als Multiinstrumentalist, Backgroundsänger, Gitarrist und Bassist, jedem Song eine eigene Klangfarbe zu verleihen. Oft sind es gerade die filigranen Kleinigkeiten und musikalischen Ideen am Rande, die aus den Arrangements kleine Kunstwerke machen.
Komplettiert wird das Ganze durch den erfahrenen Schlagzeuger Uwe Petersen, unter anderem bekannt durch seine Arbeit mit Albie Donnelly’s Supercharge, der stets den richtigen Groove findet, um die Songs anzutreiben, ohne ihnen dabei die Luft zum Atmen zu nehmen.
Bei „Old Café“ zeigt sich eine weitere Stärke von Chris Kramer: der Geschichtenerzähler. In gerade einmal neun Zeilen erzählt er eine kleine, eigentlich unspektakuläre Geschichte über ein altes Café, in dem man sich sonntags noch schick anzog, zu den ersten Rhythm-&-Blues-Bands tanzte und sich irgendwann die eigenen Eltern kennenlernten. Und wer weiß – vielleicht trägt man ja genau deshalb heute den Blues im Blut.
Ob autobiografisch oder nicht: Der Song ist ein schönes Beispiel für die Songwriterqualitäten dieses Albums. Denn Penta Jive bewegt sich textlich wie musikalisch auf hohem Niveau, bleibt abwechslungsreich und verliert trotz des klaren Konzepts nie den Song aus den Augen.
Natürlich steht die Mundharmonika naturgemäß im Mittelpunkt. Doch bei „Since You’ve Been Away“ darf Paddy Boy Zimmermann nach dem vermeintlichen Ende noch einmal die E-Gitarre auspacken, richtig loslegen und zeigen, was in ihm steckt.
Mit „Tomorrow Today Is Still Yesterday“ kommt schließlich der Rausschmeißer des Albums. Noch einmal spürt man die enorme Spielfreude von Chris Kramer und seiner Penta Harp. Am Ende scheint der Tontechniker ihm im wahrsten Sinne des Wortes den Saft abgedreht zu haben – ansonsten hätte der Mann mit der Mundharmonika vermutlich bis zum Morgengrauen weitergespielt.
Chris Kramer selbst bringt die Idee hinter Penta Jive auf den Punkt:
„Die Melodien und Riffs zu erfinden und alles geschmackvoll in Szene zu setzen, war schon Arbeit. Aber das zu spielen, ist eigentlich erstaunlich einfach. Und genau das ist für mich das Geheimnis dieser neuen Mundharmonika: Man kann die für den Blues so wichtigen Blue Notes spielen, ohne dafür die schwierige Bending-Technik beherrschen zu müssen. Und die pentatonische Skala liegt so auf dem Instrument, dass sie sich ganz intuitiv durch Ein- und Ausatmen spielen lässt.“



